Gehören Sie zu den Menschen, die sich insgeheim vor Weihnachten grauen? Oder sind Sie vielleicht schon seit Wochen mitten in den Vorbereitungen, zwischen Geschenklisten und Plätzchenduft? Vielleicht liegen Sie auch irgendwo dazwischen – ein bisschen vorfreudig, aber auch ein bisschen erschöpft, während Sie versuchen, mit alten Traditionen Schritt zu halten und sich gleichzeitig fragen, wann das alles eigentlich so kompliziert wurde. Egal, wie Sie zum Jahresende stehen, für viele von uns bringt die Weihnachtszeit hohe Erwartungen, viele Emotionen und oft ganz schön viel Druck mit sich. Selbst wenn Sie die Feiertage grundsätzlich genießen, kann es leicht passieren, dass Sie sich im Trubel verlieren und dabei vergessen, für sich selbst zu sorgen.
Hier finden Sie drei Tipps, wie Sie die Weihnachtstage dieses Jahr ein bisschen entspannter gestalten können.

Foto: Chad Madden, Unsplash
1. Erwartungen loslassen
Haben Sie ein genaues Bild davon, wie Weihnachten idealerweise aussehen sollte? Vielleicht eine Kindheitserinnerung an ein stimmungsvolles Fest unter dem geschmückten Baum, mit Geschenken, Liedern und gutem Essen? Oder ist Ihre Vorstellung vom „perfekten“ Weihnachten eher von Filmen geprägt, die jedes Jahr um diese Zeit im Fernsehen laufen?
Mein Rat: Schrauben Sie Ihre Erwartungen herunter.
Die Realität ist doch, dass auch dieses Jahr Weihnachten wieder in Stress ausarten wird. Zu viele unterschiedliche Menschen, die unter einen Hut gebracht werden wollen, zu viele Familienmitglieder, die mit ihren eigenen Erwartungen an die ganze Sache herangehen. Wer besucht wen und wann? Warum verbringen Sie mehr Zeit bei dem Teil der Familie als bei jenem? Je mehr Sie ihre Erwartungen herunterschrauben, desto eher klappt es auch mit dem Traum vom entspannten Weihnachtsfest mit der Familie.
2. Bedürfnisse kommunizieren
Würden Sie die Feiertage lieber im kleinen Kreis verbringen als mit der ganzen Großfamilie? Sind Sie es leid, jedes Jahr zwischen mehreren Orten hin- und herzupendeln? Wünschen Sie sich, einmal selbst Gastgeber*in zu sein – oder auch genau das Gegenteil? Und muss es wirklich immer Gans sein?
Versuchen Sie einmal, die Erwartungen anderer für einen Moment beiseitezulassen und sich zu fragen: Wie würden Sie Weihnachten gerne verbringen? Was wäre für Sie ein schönes Weihnachtfest?
Wenn Sie Ihre Bedürfnisse klar kommunizieren, können Sie aktiv mitgestalten, statt nur zu funktionieren. Und das kann eine große Erleichterung sein, für Sie selbst und oft auch für andere.
3. Zeit für sich einplanen
Die Feiertage sind anstrengend. Nicht nur, weil wir oft viel zu hohe Erwartungen an sie haben, sondern auch weil wir viel mehr Zeit mit Menschen verbringen, die wir sonst eher selten so lange und alle gleichzeitig sehen. Jeder dieser Menschen kommt nun wiederum mit seinen eigenen Erwartungen und auch mit einer langen Vorgeschichte an Konflikten und Problemen, die es in so ziemlich jeder Familie gibt. Da wundert es kaum, dass ausgerechnet zum Fest der Liebe oft Streitigkeiten ausbrechen und der Stress bei allen Beteiligten hoch ist.
Vergessen Sie deshalb nicht, sich Pausen zu gönnen und auch Zeit für sich oder mit den Menschen, die Ihnen besonders wichtig sind und guttun, einzuplanen. Gehen Sie eine Runde spazieren oder unterhalten Sie sich in Ruhe mit dem einen Verwandten, den Sie schon länger nicht gesehen haben. Ziehen Sie sich auch ruhig mal aus dem Trubel zurück und machen einfach mal für ein paar Minuten ihr eigenes Ding.
Die Feiertage müssen nicht perfekt sein. Aber sie können ein kleines bisschen entspannter werden, wenn Sie gut für sich selbst sorgen und Ihre eigenen Bedürfnisse ernst nehmen.
*****
Wenn Sie sich nach mehr Leichtigkeit und Klarheit sehnen, abonnieren Sie meinen monatlichen (englischsprachigen) Newsletter. Darin finden Sie regelmäßig Impulse für mehr Gelassenheit im Alltag, Einblicke in meine Arbeit als Onlinepsychologin und Tipps für Ihre mentale Gesundheit – nicht nur zu den Feiertagen.
