Ständig vergleichen wir uns mit anderen. Andere scheinen mehr zu haben, kompetenter zu sein oder ihr Leben besser im Griff zu haben. Dieses Vergleichen gehört zu unserer sozialen Natur und fängt bereits früh im Leben an. Kleine Kinder werden miteinander verglichen, in der Schule gibt es Noten, wir werden danach beurteilt (und beurteilen uns selbst), wie viel schneller, besser oder geschickter wir sind als die anderen. Und natürlich hilft uns dieser Vergleich auch einzuschätzen, wo wir stehen, was wir vielleicht noch erreichen wollen und wie wir dort hinkommen.

Foto: Cottonbro Studio, Pexels
Das ständige Vergleichen – ein Problem?
Fast immer vergleichen wir uns mit Menschen, die vermeintlich mehr können, mehr haben, attraktiver sind oder erfolgreicher wirken. Nur selten vergleichen wir uns mit denen, die etwas weniger gut können als wir. Kein Wunder also, dass diese Vergleiche oft frustrierend sind. Denn ganz egal, wie viel wir leisten oder erreichen, irgendjemand scheint immer „weiter“ zu sein. Häufig liegt das aber weniger daran, dass wir wirklich schlecht abschneiden, sondern vielmehr an der Auswahl unserer Vergleichspersonen.
Wir vergleichen uns mit Models und bekannten Persönlichkeiten, Spitzenwissenschaftler*innen oder dem besonders erfolgreichen Nachbarn, statt mit Menschen, die uns in anderen Lebensbereichen vielleicht sogar beneiden würden. Und diese Menschen wiederum vergleichen sich mit anderen, die noch höher stehen. Eine endlose Leiter nach oben, auf der niemand wirklich ankommt und kaum jemand zufrieden ist.
Das ständige Vergleichen – gibt es Alternativen?
Eine Möglichkeit wäre also, uns mit denen zu vergleichen, denen es nicht ganz so gut geht wie uns. Das kann uns helfen, dankbarer für das zu sein, was wir haben.
Eine andere (und vielleicht bessere) Möglichkeit wäre, uns gar nicht so oft mit anderen zu vergleichen und stattdessen mehr auf uns selbst zu schauen. Statt ständig zu grübeln, wer vermeintlich „besser“ ist, könnten wir uns fragen:
- Was möchte ich eigentlich wirklich?
- Was ist mir wichtig, ganz unabhängig davon, was andere tun oder erreichen?
- Welche Entwicklung würde mir guttun, für mich selbst?
Vielleicht brauchen wir gar nicht mehr Geld oder mehr Leistung. Vielleicht reicht es, so schlau, kompetent oder erfolgreich zu sein, wie wir es jetzt schon sind. Und wenn wir doch etwas verändern wollen, dann nicht, um jemanden einzuholen oder zu überholen, sondern weil es zu unserem eigenen Leben passt.
Ein Vergleich kann Orientierung geben, aber er muss nicht bestimmen, wie wir uns fühlen oder was wir für möglich halten.
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Wenn Sie merken, dass Vergleiche Sie immer wieder unter Druck setzen oder dass dahinter tiefere Themen stecken, wie etwa Stress oder Selbstzweifel, kann ein professionelles Gespräch hilfreich sein. In meiner Onlinepraxis unterstütze ich Sie dabei, diese Dynamiken besser zu verstehen und neue, für Sie passende Wege zu entwickeln.
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