Geht es Ihnen auch so? Das Jahresende naht und ich nutze diese Zeit immer wieder gerne um das Jahr Revue passieren zu lassen und Bilanz zu ziehen. Nicht nur privat, sondern gerade auch beruflich. Seit über 4 Jahren bin ich inzwischen in der Welt unterwegs, meine Onlinepraxis ist gut 3 Jahre alt und entwickelt sich Jahr für Jahr immer mehr zu dem, was ich mir so erhofft hatte, als ich damals den Start in ein neues Leben gewagt habe. Wer also mehr wissen möchte, für den habe ich hier ein paar Zahlen und Fakten rund um meine Webseite, meine Onlinepraxis und mein Jahr als digitale Nomadin:

 

Meine Website

Immer wieder beeindruckend finde ich diese Karte, die anzeigt aus welchen Ländern der Welt auf meine Webseite zugegriffen wird. Deutschland ist zwar weiterhin mit Abstand (ca. 73%) das Land aus dem die meisten Webseitenbesucher kommen, aber auch die restliche Weltkarte sieht ziemlich gelb aus, oder? Wie auch in den Vorjahren schon, ist es auch weiterhin so, dass die meisten auf die deutsche Version meiner Webseite zugreifen, aber es kommen schrittweise auch mehr Zugriffe auf Französisch und Englisch. Einer der Gründe, warum ich mir vorgenommen habe, nächstes Jahr nicht nur weiterhin auf Französisch zu bloggen, sondern auch wieder auf Englisch.

Eine der häufigsten Fragen, die mir von Kollegen gestellt wird, ist wie meine Klienten eigentlich zu mir kommen. Wenn man den Aussagen der Klienten glauben darf, dann kommen über 90% über Google zu mir, die restlichen über persönliche Empfehlungen. Genauer kann ich es aber bei den Webseitenzugriffen sagen. Etwa 70% der Webseitenbesucher kommen über organische Suche zu mir, d.h. meist über Google, wo meine Webseite in Deutschland weiterhin ein sehr gutes Ranking hat. Wer nach Stichwörtern wie “online Psychologe” oder “Psychologische Onlineberatung” sucht, der findet mich nach wie vor auf der ersten Seite der Suchergebnisse, nur ein paar Plattformen und Zeitungsartikel sind aktueller noch weiter oben zu finden.

Meine Klienten

65% meiner Klienten im Jahr 2018 waren Expats. Sie kamen dabei wirklich aus der ganzen Welt, von Süd- und Nordamerika über Europa, Afrika, Asien bis hin zu Australien. Die anderen 35% sind Menschen, die zwar in ihrem Heimatland leben, aber aus anderen Gründen nicht offline zu einem Therapeuten gehen können oder wollen. Sei es aufgrund einer Angststörung, körperliche Einschränkung, oder weil sie alleinerziehend mit kleinen Kindern sind. Einige Menschen kamen auch zu mir, um die Wartezeit auf einen Therapieplatz zu überbrücken oder natürlich gibt es auch immer wieder Klienten, die einfach neugierig sind, wie so etwas wohl online abläuft.

Nach wie vor sind die meisten meiner Klienten deutschsprachig, aber auch einige englischsprachige sind im Jahr 2018 hinzu gekommen, insbesondere digitale Nomaden, die einen Psychologen suchen, der diesen Lebensstil versteht und in deren Muttersprache es kaum oder keine Online-Psychologen gibt.

Im Jahr 2018 waren 35% meiner Klienten männlich. Während sich weiterhin die Mehrheit für Videogespräche entscheidet, so haben im Jahr 2018 immerhin 15 % der Klienten eine E-Mail-Beratung bevorzugt.

Etwa 42% der Klienten, mit denen ich im Jahr 2018 gesprochen habe, sind auch 2019 noch bei mir in der Beratung, während 58% die Beratung im Jahr 2018 beendet haben. Die Klienten, die im Jahr 2018 die Beratung beendet haben, sind im Schnitt 8 Sitzungen bei mir geblieben, wobei die Zahlen im Einzelfall stark variieren, die längste Beratung ging über 30 Sitzungen. Gleichzeitig haben im Jahr 2018 etwa 15% nur ein Erstgespräch wahrgenommen, während etwa ähnlich viel (17%) für >25 Sitzungen in der Beratung waren bzw. sind.

Insgesamt scheint sich damit die Beratungsdauer im Vergleich zu den Vorjahren etwas verlängert zu haben, was u.a. auch daran liegt, dass einige Klienten nach einer längeren Pausen mit einem neuen Anliegen zurückgekehrt sind. Darüber hinaus haben sich die Themen, mit denen sich Klienten an mich wenden ein wenig verändert. Im Jahr 2018 lagen Beziehungsprobleme ganz klar auf Nummer eins der Anliegen und im Vergleich zu manch anderen Themen lassen sich diese oft nicht ganz so schnell lösen. Schließlich erlebe ich immer häufiger, dass Menschen sich an mich wenden, nicht, weil sie ein akutes Problem haben, das gelöst werden soll, sondern weil sie einen langfristigen, neutralen Gesprächspartner suchen, mit dem sie verschiedenen Themen regelmäßig diskutieren und von neuen Blickwinkeln aus beleuchten können. Dies führte 2018 auch dazu, dass viele der Klienten nur alle 2-3 Wochen zu mir kamen, während in den meisten psychotherapeutischen Praxen ein wöchentlicher Rhythmus eher üblich ist.

 

Neue Projekte im Jahr 2018

Neben den Einzelberatungen habe ich 2018 auch noch ein paar neue Projekte in Angriff genommen. So habe ich das Sommerloch genutzt, um ein paar Angebote für Kollegen zu entwickeln. Immer wieder werde ich gefragt, wie und ob es möglich ist, als Psychologe oder Psychotherapeut online zu arbeiten. Deshalb biete ich nun seit einigen Monaten regelmäßige Live-Videositzungen für Kollegen an, in denen ich ihre Fragen rund um die Psychologische Onlineberatung beantworte. Außerdem startet ab Januar eine kleine Mastermind-Gruppe für Kollegen und ich habe dieses Jahr meinen ersten offline Workshop vor ca. 30 Digitalen Nomaden zum Thema Psychische Gesundheit mit einer Kollegin zusammen gehalten.
Eines meiner persönlichen Ziele für 2018 war, mehr zu lesen. Genau genommen wollte ich mindestens ein Buch pro Woche lesen. Ein neues Projekt, das mir dabei geholfen hat, dieses Ziel schon im Oktober zu erreichen, ist der Buchklub, den ich mit anderen online Therapeuten gegründet habe.

Das aber vielleicht wichtigste Projekt für mein Onlinebusiness war, dass ich eine neue virtuelle Assistentin eingestellt habe, die mich u. a. bei Marketing, Social Media, dem Hochladen und Formatieren von Blogposts und vielen anderen kleineren Dingen, die rund um die Onlinepraxis so anfallen, unterstützt.

 

Presse

Auch 2018 wurde ich wieder mehrfach interviewt und habe Gastbeiträge auf anderen Blogs veröffentlicht. Besonders viel Aufmerksamkeit haben dabei der Artikel bei Travelbook.de und der Artikel bei PsyLife erzielt.

Diese Globetrotterin hilft Menschen weltweit – sie braucht dafür nur einen Laptop – travelbook.de

Psychologische Onlineberatung – Wie ich eine digitale Nomadin wurde – psylife.de

Psychologische Onlineberatung – Was du brauchst, um online eine Praxis zu eröffnen – psylife.de

My digital nomad life on the road as a therapist – wherecani.live

Meet Sonia, An Online Psychologist Travelling The World – sabinefep.com

 

Arbeite als Online-Psychologe – GO REMOTE! für Soziale und Kommunikative (GO REMOTE! Bücherreihe)

 

Reisen 2018

Mein Jahr 2018 hat in Frankreich begonnen. Von dort habe ich kürzere Ausflüge nach London, München und Paris gemacht. Im April habe ich dann endgültig meine Homebase aufgelöst, habe eine Fortbildung in Potsdam besucht und ein langes Wochenende in Istanbul verbracht. Nach einer weiteren Fortbildung in München ging es dann wieder richtig auf Reisen: erst einen Monat nach Athen, dann einen Monat nach Split, in Kroatien. Ab Juni ging es dann für ca. 6 Monate nach Lateinamerika: Guatemala, Peru, Kolumbien und schließlich Ecuador. Im Dezember standen dann noch New York und schließlich, als kleines Kontrastprogramm, der australische Hochsommer zu Weihnachten und Neujahr an.

 

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Wie war Ihr Jahr 2018? Was haben Sie geschafft? Was haben Sie sich für 2019 vorgenommen?

 

 

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