In meiner Psychologischen Onlineberatung geht es oft darum, den Blick vom Negativen weg und hin zum Positiven zu wenden. Natürlich gehören dazu oft auch tiefgreifende Veränderungen im Verhalten und in den Gefühlen. Aber manchmal können auch kleine Übungen schon eine große Wirkung haben! Wenn also auch Sie den Eindruck haben, das Leben zu oft durch eine graue oder schwarze Brille zu sehen, dann probieren Sie doch mal die folgenden Übungen aus!

Den Blick fürs Positive schärfen

Angeregt zu diesem Beitrag wurde ich durch das Dankbarkeitstagebuch, eine Übung, die ich in den letzten Wochen mit einer meiner Klientinnen durchgeführt habe. Ziel der Übung ist es, den Blick für das Positive zu schärfen und in dem Fall meiner Klientin damit (und mit noch viel mehr) aus ihrem Stimmungstief heraus zu kommen. Vor kurzem habe ich dann auch meine Vorlage für ein Dankbarkeitstagebuch auf Facebook und mit meinen Newsletterabonnenten geteilt. Heute möchte ich Ihnen auch an dieser Stelle diese und noch ein paar weitere Übungen nun genauer vorstellen!

 

Übung 1: Dankbarkeitstagebuch

Schärfen Sie Ihren Blick fürs Positive!

 

Ein Dankbarkeitstagebuch ist ein unglaublich beeindruckendes Mittel, um den Blick fürs Positive zu schärfen und das eigene Leben in eine bessere Richtung zu verändern. Im Grunde ist es eine ganz einfache Übung, die nur wenige Minuten Zeit benötigt. Damit das Dankbarkeitstagebuch aber seine volle Wirkung entfalten kann, ist es wichtig, dass Sie es täglich, über einen längeren Zeitraum ausfüllen (am Besten mindestens einen Monat, gerne natürlich mehr!).

Wie es funktioniert?

Nehmen Sie sich jeden Abend 5-10 Minuten Zeit und notieren Sie (mindestens)

  • 3 schöne Dinge, die an dem Tag passiert sind / die Sie erlebt haben
  • 3 Dinge für die Sie dankbar sind

Sie können hierbei alles notieren, was Ihnen einfällt. Besonderes Augenmerk sollten Sie auf Ihre persönlichen Eigenschaften, auf Erfolge und ganz allgemein auf Dinge legen, die Sie geschafft haben. Aber auch wichtige Menschen in Ihrer Umgebung, schöne Ereignisse und andere guten Dinge, können hier Platz haben. Es müssen auch keine riesigen Sachen sein! Ihr Chef hat Sie gelobt? Die Sonne schien endlich wieder? Sie haben eine Aufgabe rechtzeitig erledigt? Sie haben es geschafft sofort aufzustehen, als der Wecker klingelte? Sie haben sich die Zeit genommen und es genossen Ihrem Kind eine Gutenachtgeschichte vorzulesen? Sie haben mit Ihrem Partner einen schönen Film geschaut?

Sie werden sehen, je häufiger Sie notieren, wofür Sie dankbar sind, desto mehr wird Ihnen auch auffallen!

Laden Sie hier mein Dankbarkeitstagebuch herunter und legen Sie noch heute los!

 

Übung 2: Jahresrückblick

 

Für viele Menschen ist der Jahreswechsel eine gute Gelegenheit Bilanz zu ziehen. So war es auch für mich, als ich Ende 2016 mein erstes volles Jahr als Online Psychologin noch mal für mich (und meine Leser) zusammengefasst habe. Aber auch jeder andere Zeitpunkt im Jahr kann ein guter sein, um einmal inne zu halten und zurück zu blicken. Egal ob am Geburtstag, einem bestimmten Jahrestag oder einfach einem ganz beliebigen Tag, warum nicht heute!?

Nehmen Sie sich etwas Zeit und notieren Sie alles, was Ihnen hierzu spontan einfällt. Denken Sie daran, dies ist eine Übung nur für Sie. Sie können Sie natürlich gerne mit anderen teilen, müssen aber nicht. Viel wichtiger ist, dass Sie offen und ehrlich einfach drauf los schreiben. Ohne sich selbst zu zensieren oder zu viel nachzudenken!

Stellen Sie sich und beantworten Sie die folgende Fragen:

  • Wenn Sie auf die letzten 12 Monate zurück schauen, wofür sind Sie dankbar?
  • Wenn Sie auf die letzten 12 Monate zurück schauen, worauf sind Sie stolz?

 

Wenn Sie die Übung noch einen Schritt weiter gehen möchten, dann können Sie sich auch noch diese Frage stellen und beantworten:

  • Wenn Sie in 12 Monaten zurückschauen werden auf das Jahr, das nun vor Ihnen liegt, worauf werden Sie dann stolz sein?

 

Übung 3: Persönliche Stärken und Ressourcen

 

Vor einigen Wochen habe ich bereits eine Übung vorgestellt, die zur Selbstreflexion anregt, vorgestellt. Die Satzergänzungen zur eigenen Person können ein guter Einstieg in das Thema sein. Eine weitere Möglichkeit sich mit den eigenen Stärken und Ressourcen auseinanderzusetzen ist, auf einem leeren Blatt oder in einem Notizbuch, folgende Dinge zu notieren:

  • Dinge, die Sie gut können
  • Dinge, die Sie an sich selbst gut finden

Schreiben Sie eine möglichst lange Liste. Auch hier, schreiben Sie einfach darauf los. Fangen Sie klein an, wenn es Ihnen schwer fällt, und ergänzen Sie jeden Tag ein bisschen mehr. Sie können auch Ihren Partner oder Freunde bitten, Ihnen dabei zu helfen. Fragen Sie doch einfach mal, was andere an Ihnen gut finden!

Hier ein paar Ideen für Dinge, die Sie an sich selbst gut finden können: Wie wäre es mit einem Teil Ihres Aussehens? Auch wenn Sie vielleicht nicht völlig zufrieden mit Ihrem Körper sind, gibt es bestimmt kleiner Teile, die Sie eigentlich ganz gut finden, oder? Ist es Ihr linkes Ohr? Ihre Füße? Ihre Augen oder Hände? Oder sind Sie schlank? Muskulös? Groß? Egal was es ist, schreiben Sie es auf! Und wie sieht es mit Ihren Eigenschaften aus? Sind Sie hilfsbereit? Freundlich? Großzügig? Können Sie gut Zuhören oder gut mit Anpacken?

Auch für diese Aufgabe gilt: schreiben Sie so viel auf wie möglich. Schärfen Sie Ihren Blick für das Positive. Sie müssen Ihre Antworten auch keinem zeigen! Aber wenn Sie mal wieder an sich zweifeln, dann werfen Sie ruhig mal einen Blick auf Ihre Listen.

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Welche anderen Übungen kennen Sie, die den Blick fürs Positive schärfen können?
Schärfen Sie Ihren Blick fürs Positive mit diesen Übungen!
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