Obwohl jede Person, die zu mir kommt, ihre eigene Geschichte mitbringt, begegnen mir bestimmte Themen in meiner psychologischen Onlinepraxis immer wieder. Nur selten steht dabei ein einziges Thema im Vordergrund, oft hängen verschiedene Lebensbereiche miteinander zusammen und häufig zeigt sich erst im Verlauf der Gespräche, was hinter den Gefühlen von Unzufriedenheit, Überforderung oder innerer Unruhe steckt.

In diesem Artikel gebe ich einen kurzen Einblick in meinen Praxisalltag und stelle die drei am häufigsten auftretenden Anliegen vor.

 

 

Top 3 Themen in meiner Psychologischen Onlinepraxis

Foto: Kai Nagayama

 

 

1. Beziehungsprobleme

 

Beziehungen gehören zu den wichtigsten Bereichen unseres Lebens und gleichzeitig zu denjenigen, die uns am meisten belasten können. 

Viele Klient*innen kommen zu mir, weil sie Konflikte in ihrer Partnerschaft besprechen möchten. Vielleicht gibt es immer wieder dieselben Streitigkeiten, unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft oder das Gefühl, sich auseinandergelebt zu haben. Manchmal steht auch die Frage im Raum, wie es mit einer Beziehung weitergehen soll oder ob eine Trennung der richtige Schritt wäre.

Oft haben Klient*innen bereits zahlreiche Gespräche mit ihrem Umfeld geführt und trotzdem das Gefühl, sich im Kreis zu drehen. Was sie sich wünschen, ist eine neutrale, außenstehende Person, die ihnen hilft, die Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten und Veränderungen anzustoßen. In der Onlineberatung geht es dann weniger darum, schnelle Antworten zu finden, sondern die eigene Situation besser zu verstehen, festgefahrene Muster zu erkennen und herauszufinden, was wirklich wichtig ist.

Übrigens spielen nicht nur romantische Beziehungen eine Rolle. Auch Herausforderungen mit Familienmitgliedern, Freund*innen oder Kolleg*innen beschäftigen viele Menschen.

 

 

2. Stress und Überforderung

 

Ein weiteres häufiges Thema ist das Gefühl, dauerhaft unter Druck zu stehen. Berufliche Anforderungen, Familie, Beziehungen, gesellschaftliche Erwartungen und der eigene Anspruch an sich selbst können dazu führen, dass kaum noch Raum zum Durchatmen bleibt. 

Die Ursachen sind dabei ganz unterschiedlich. Manchmal geht es um ganz konkrete Belastungen im Arbeitsalltag. Manchmal stehen Schwierigkeiten im Mittelpunkt, Grenzen zu setzen, Verantwortung abzugeben oder die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Häufig spielen auch hohe Ansprüche an sich selbst eine Rolle.

In unseren Beratungsgesprächen schauen wir gemeinsam darauf, woher der Druck kommt und welche Veränderungen hilfreich sein könnten, um den Stress zu reduzieren. Dabei kann es um ganz konkrete Dinge gehen, zum Beispiel, ob man Arbeits-E-Mails wirklich auf dem Privathandy empfangen muss oder auch abends und am Wochenende erreichbar sein muss. Oder darum, den Alltag besser zu strukturieren, Aufgaben neu zu verteilen und Hilfe anzunehmen. Manchmal geht es auch darum, zu akzeptieren, dass sich nicht jede Situation sofort verändern lässt, wir aber lernen können, besser mit der Belastung umzugehen.

Das Ziel ist nicht, noch effizienter oder produktiver zu werden, sondern einen Umgang mit den eigenen Anforderungen und den äußeren Lebensumständen zu finden, der langfristig gesund und tragfähig ist.

 

 

3. Negative Gefühle und Gedanken

 

Viele Klient*innen wenden sich an mich, weil sie mit belastenden Gedanken oder Gefühlen kämpfen. Das kann sich zum Beispiel in Form von ständigen Selbstzweifeln, Sorgen oder innerer Unruhe zeigen. Andere erleben Phasen von Traurigkeit, Angst, Frustration oder emotionaler Überforderung und wünschen sich einen besseren Umgang mit diesen Gefühlen

Der Ursprung dieser negativen Gedanken und Gefühle kann ganz unterschiedlich sein, mal sind es schwierige Arbeitsbedingungen, mal komplizierte Familiendynamiken. Immer aber geht es darum, dass dieses viele Grübeln und sich gedanklich im Kreis Drehen die Situation eher noch verschlimmern, statt sie zu verbessern.

In meiner Arbeit, die unter anderem auf Ansätzen der Verhaltenstherapie und Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) basiert, geht es deshalb zunächst darum, diesen inneren Prozess besser zu verstehen. Wann und wie entstehen bestimmte Gedanken und Gefühle, wann sind sie vielleicht sogar hilfreich und an welchen Stellen beginnen sie, zusätzlichen Druck zu erzeugen oder das eigene Handeln einzuschränken

Im Anschluss geht es darum, neue Wege zu finden, diese negativen Gedanken zu reduzieren, ihnen weniger Raum zu geben und sich Schritt für Schritt aus dem ständigen Grübeln zu lösen, um wieder mehr nach den eigenen Werten handeln zu können.

 

 

Weitere Themen in meiner Onlinepraxis

 

Natürlich gibt es noch viele weitere Themen in meiner psychologischen Onlinepraxis. Menschen kommen unter anderem mit Themen wie Trauer und Verlust, Identitätsfragen oder persönlichen Krisen zu mir. 

Da viele meiner Klient*innen Digitale Nomad*innen und Expats sind, spielen auch Fragen rund um das Leben im Ausland, kulturelle Anpassungsprozesse oder die Herausforderungen des ortsunabhängigen Lebensstils immer wieder eine Rolle.

In den letzten Jahren beschäftigen außerdem die Klimakrise, künstliche Intelligenz und die weltpolitische Lage zunehmend viele Klient*innen. Die Sorge um die Zukunft, Gefühle von Ohnmacht angesichts globaler Entwicklungen oder die Frage, wie man trotz all der Unsicherheit ein erfülltes und werteorientiertes Leben führen kann, sind Themen, die in Beratungsgesprächen immer häufiger auftauchen.

 

 

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Wenn Sie sich in einem dieser Themen wiedererkennen und sich Unterstützung wünschen, können Sie hier mehr über meine psychologische Onlineberatung erfahren. 

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Die 3 häufigsten Themen in meiner psychologischen Onlinepraxis

Foto: Kai Nagayama

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