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Einer meiner Lieblingstipps aus der Liste ist das Verdeutlichen der eigenen Stärken. Denn wir uns auf das besinnen, was wir gut können und was uns in der Vergangenheit geholfen hat, dann werden wir auch in der nächsten Stresssituation leichter mit Problemen umgehen können. In der Fachsprache nennt sich das Ressourcenaktivierung. D.h. es geht darum, die eigenen Stärken (Ressourcen) in der Stresssituation zu aktivieren und zu nutzen. Was noch hilft gegen Stress, lesen Sie im Folgenden.
Was hilft gegen Stress?
1. Planung
Viel Stress lässt sich durch gute Planung vermeiden. Beginnen Sie damit, eine To-Do-Liste für die Woche zu erstellen und arbeiten Sie diese dann konsequent ab. Prüfen Sie jeden Abend, was Sie erreicht haben und was Sie am nächsten Tag erledigen möchten. Planen Sie ausreichend Zeit für Pausen und Unerwartetes ein. Und halten Sie sich an Ihren Plan!
Ein gut strukturierter Plan hilft Ihnen nicht nur, organisiert zu bleiben, sondern bietet auch einen klaren Weg zur Erreichung Ihrer Ziele, wodurch scheinbar überwältigende Aufgaben machbar werden. Es hilft Ihnen auch, am Ende des Tages (oder der Woche) abzuschalten, da Sie wissen, dass Sie für den nächsten Tag (oder die nächste Woche) bereits gut vorbereitet sind.
2. Umdenken
Unsere Gedanken und Bewertungen beeinflussen maßgeblich, wie wir uns in stressigen Situationen fühlen. Anstatt eine Situation nur als belastend oder unangenehm wahrzunehmen, versuchen Sie, sie als einen natürlichen Bestandteil des Lebens zu betrachten. Stressige Phasen und Herausforderungen gehören dazu und sind meist nur vorübergehende Hürden. Wenn Sie die Situation als Herausforderung statt als unüberwindbares Hindernis betrachten, wird es Ihnen leichter fallen, sie zu bewältigen. Dieser Perspektivwechsel, auch bekannt als Reframing, hilft Ihnen, den Stress zu relativieren und mit mehr Ruhe und Klarheit anzugehen.
Denken Sie daran, dass das Leben nicht immer reibungslos verläuft und dass stressige Phasen genauso Teil des Lebens sind wie entspannende Zeiten. Dieser mentale Wandel kann die emotionale Belastung durch stressige Situationen verringern und Ihnen helfen, sie mit mehr Gelassenheit zu meistern.
3. Stärken bewusst machen
Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um über Ihre Erfolge und Ihre persönlichen Stärken nachzudenken. Schreiben Sie die Erfolge auf und erkennen Sie die genauen Qualitäten und Fähigkeiten an, die zu Ihrem Erfolg geführt haben. Das Erkennen dieser Stärken steigert nicht nur Ihr Selbstbewusstsein, sondern bereitet Sie auch darauf vor, zukünftige stressige Situationen resilienter und erfolgreicher zu bewältigen. Durch die regelmäßige Anerkennung Ihrer Fähigkeiten schaffen Sie ein positives Selbstbild, das Ihre mentale Stärke und Ausgeglichenheit fördert.
4. Gönnen Sie sich eine Pause
Inmitten des Chaos einer stressigen Situation ist es gerade wichtig, sich Momente der Ruhe zu gönnen. Wenn mal wieder alles zu viel wird, machen Sie eine kurze Pause, atmen Sie tief ein und langsam wieder aus. Nutzen Sie diesen Moment, um Abstand von der Situation zu gewinnen und Ihre Gedanken zu sortieren. Indem Sie sich vorübergehend von der Stresssituation lösen, schaffen Sie Raum, um das Problem mit einem ruhigeren Geist und verbesserter Konzentration zu überdenken. Pausen sind unerlässlich, um Burnout zu vermeiden und Produktivität, Kreativität und das allgemeine Wohlbefinden aufrechtzuerhalten – besonders in stressigen Zeiten, wenn wir das Gefühl haben, uns keine Pause leisten zu können.
5. Dankbarkeit
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass das Praktizieren von Dankbarkeit unsere geistige Gesundheit, unser Glück und unser allgemeines Wohlbefinden erheblich verbessern kann. Nehmen Sie sich am Ende jedes Tages einen Moment Zeit und schreiben Sie drei Dinge auf, für die Sie dankbar sind. Sie können dafür mein Dankbarkeitstagebuch verwenden. Diese einfache Übung hilft Ihnen, sich auf die positiven Aspekte Ihres Lebens konzentrieren. Indem Sie regelmäßig die Dinge anerkennen, für die Sie dankbar sind, egal wie klein sie auch sein mögen, stärken Sie Ihre Resilienz und kultivieren ein Gefühl der Zufriedenheit, trotz der Herausforderungen des Lebens.
6. Entspannung
Probieren Sie verschiedene Entspannungsmethoden wie progressive Muskelentspannung, Meditation oder autogenes Training aus, und finden Sie heraus, welche Methode am besten für Sie funktioniert. Integrieren Sie diese Praktiken dann in Ihre tägliche Routine, um Ihr allgemeine Wohlbefinden zu fördern und Stress abzubauen. Konsistenz ist entscheidend, daher ist es wichtig, Entspannung als regelmäßigen Teil Ihres Alltags zu etablieren. Techniken wie Achtsamkeit haben sich auch als wirksam erwiesen, um Angstzustände zu reduzieren und die emotionale Regulierung zu verbessern. Für weitere Ideen, schauen Sie sich diesen Blogbeitrag an, in dem ich drei Achtsamkeitsübungen speziell zur Stressbewältigung vorstelle.
7. Wenn alles nichts hilft…
…dann holen Sie sich professionelle Hilfe, bevor aus dem Stress ein Burnout oder eine Depression wird. Kontaktieren Sie mich gerne oder werfen Sie einen Blick in unser LIT Directory, ein Verzeichnis ortsunabhängiger Therapeut*innen. Ein*e Therapeut*in oder Berater*in kann Ihnen Unterstützung und individuelle Strategien bieten, um Stress effektiv zu bewältigen und Ihre psychische Gesundheit zu erhalten.
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Haben Sie eine oder mehrere dieser Methoden ausprobiert? Welche hat am besten für Sie funktioniert? Ich würde mich freuen, von Ihnen in den Kommentaren zu hören. Um regelmäßig Tipps und Übungen zur Stressreduzierung und viele weitere Tipps für Ihr mentales Wohlbefinden direkt in Ihren Posteingang zu erhalten, melden Sie sich für meinen monatlichen englischen Newsletter an!

Foto: Timur Weber, Pexels